Schlafmedizin

Wir untersuchen. Sie schlafen.

Schlaflabor und Schlafmedizin – das klingt eher technisch und weniger nach kuscheligem Bett – aber so schlimm ist es gar nicht. Denn während Sie schlafen, messen wir die Schlaftiefe, den Schlafverlauf und die Schlafqualität. Gleichzeitig zeichnen wir verschiedene Bioparameter wie das Elektrokardiogramm (EKG), Elektromyogramm (EMG), Beinbewegungen der Extremitäten und die Atmung auf. 

Nachfolgend erfahren Sie unter anderem, welche Krankheitsbilder in unserer überörtlichen, fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis behandelt werden und welche Diagnose- und Therapieverfahren an den einzelnen Standorten zum Einsatz kommen. Bei Fragen, die über den Inhalt dieser Seiten hinaus gehen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Krankheitsbilder

Insomnie

Hierunter versteht man den gestörten Schlaf mit häufig gleichzeitig bestehenden Ein- und / oder Durchschlafstörungen. Morgens fühlen sich die Betroffenen häufig nicht ausgeschlafen.

Die Ursachen für insomnische Störung sind vielfältig. Die Störung kann durch Umwelt bedingte Veränderungen, durch psychische aber auch durch organische Erkrankungen verursacht werden.

Wir suchen Patienten mit Ein-und Durchschlafstörungen

Leiden Sie unter Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie)?

Sind Sie über 18 Jahre alt?

Für eine klinische Studie suchen wir Personen, die bei der Überprüfung eines Wirkstoffes zur Behandlung der Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie) mitwirken wollen.

Fahrtkosten für Besuche während der Studienteilnahme werden Ihnen erstattet.

Weitere Informationen gibt es unter www.zms.com.de

 


Narkolepsie

Die Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung, die mit einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit vergesellschaftet ist. Die Erkrankten schlafen häufig tagsüber, manchmal auch bei ungewöhnlichen Situationen einfach ein. Das gesamte Schlafbedürfnis ist deutlich erhöht.

Bei manchen Erkrankten findet man einen plötzlichen Tonusverlust tagsüber mit plötzlichem Hinsinken (Kataplexie). Die Ursache der Erkrankung ist noch weit gehend unbekannt. Behandelt wird sie, indem die Erkrankten tagsüber kleine Schlafepisoden einlegen und sich streng an eine Schlafhygiene erhalten. Darüber hinaus werden Medikamente zur Stimulation des Wachseins eingesetzt.


Parasomnien

Unter Parsomnien versteht man Phänomene, welche „neben dem Schlaf“ auftreten und die Schlafqualität nicht direkt beeinflussen. Hierzu zählen u.a. Pavor nocturnus (Nachtangst), Schlafwandeln, nächtliches Reden/Schreien, Albträume, Bettnässen (Enuresis) sowie Bewegungsstörungen im Traumschlaf (REM-Parasomnien). Sie bedürfen einer ausführlichen Anamneseerhebung sowie differenzierten Abklärung im Schlaflabor, um eine gezielte Therapie zu ermöglichen.


Restless-legs-Syndrom | Syndrom der periodischen Beinbewegungen

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, bei der es in Ruhesituationen wie Sitzen oder Liegen zu einem Unruhegefühl der Beine kommt, welches sich durch Bewegung bessern lässt. Dieses Phänomen kann zu Ein- und Durchschlafstörungen führen und sich sogar bis in den Schlaf ziehen, so dass man periodische Beinbewegungen beobachtet.

Diese periodischen Beinbewegungen (periodic limb movement in sleep = PLMS) können auch beim Gesunden im Schlaf auftreten und keinerlei Beschwerden verursachen. Problemtisch wird dies nur, wenn begleitet zu den Beinbewegungen eine Weckreaktion (Arousal) auftritt, so dass hierdurch der Schlaf gestört und die Erholungswirkung herabgesetzt wird. Ursachen hierfür können Mangelerscheinungen wie erniedrigte Vitamin B12-, Folsäure- oder Ferritinspiegel sein. Dann genügt häufig eine entsprechende Substitutionsbehandlung. Sofern sich diesbezüglich keine Auffälligkeiten zeigen, können auch Erkrankungen mit gestörter Nervenleitung die Ursache sein. Sie bedürfen einer neurologischen Abklärung und ggf. entsprechender Behandlung. Auch ein dopaminerger Therapieversuch mit abendlicher Einnahme einer dopaminhaltigen Tablette kann die Symptomatik lindern.