Schlafmedizin

Wir untersuchen. Sie schlafen.

Schlaflabor und Schlafmedizin – das klingt eher technisch und weniger nach kuscheligem Bett – aber so schlimm ist es gar nicht!
Denn während Sie schlafen, messen wir die Schlaftiefe, den Schlafverlauf und die Schlafqualität. Gleichzeitig zeichnen wir verschiedene Bioparameter wie das Elektrokardiogramm (EKG), Elektromyogramm (EMG), Beinbewegungen der Extremitäten und die Atmung auf. 

Nachfolgend erfahren Sie unter anderem, welche Krankheitsbilder in unserer überörtlichen, fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis behandelt werden und welche Diagnose- und Therapieverfahren an den einzelnen Standorten zum Einsatz kommen. Bei Fragen, die über den Inhalt dieser Seiten hinaus gehen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Zeitungsartikel WN-Gesundheitsreport "Die meisten schlafen schlecht"

 

 

Krankheitsbilder

Insomnie

Hierunter versteht man den gestörten Schlaf mit häufig gleichzeitig bestehenden Ein- und / oder Durchschlafstörungen. Morgens fühlen sich die Betroffenen häufig nicht ausgeschlafen.

Die Ursachen für insomnische Störung sind vielfältig. Die Störung kann durch Umwelt bedingte Veränderungen, durch psychische aber auch durch organische Erkrankungen verursacht werden.

Wir suchen Patienten mit Ein-und Durchschlafstörungen

Leiden Sie unter Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie)?

Sind Sie über 18 Jahre alt?

Für eine klinische Studie suchen wir Personen, die bei der Überprüfung eines Wirkstoffes zur Behandlung der Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie) mitwirken wollen.

Fahrtkosten für Besuche während der Studienteilnahme werden Ihnen erstattet.

Weitere Informationen gibt es unter www.zms.com.de

 


Narkolepsie

Die Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung, die mit einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit vergesellschaftet ist. Die Erkrankten schlafen häufig tagsüber, manchmal auch bei ungewöhnlichen Situationen einfach ein. Das gesamte Schlafbedürfnis ist deutlich erhöht.

Bei manchen Erkrankten findet man einen plötzlichen Tonusverlust tagsüber mit plötzlichem Hinsinken (Kataplexie). Die Ursache der Erkrankung ist noch weit gehend unbekannt. Behandelt wird sie, indem die Erkrankten tagsüber kleine Schlafepisoden einlegen und sich streng an eine Schlafhygiene erhalten. Darüber hinaus werden Medikamente zur Stimulation des Wachseins eingesetzt.


Parasomnien

Unter Parsomnien versteht man Phänomene, welche „neben dem Schlaf“ auftreten und die Schlafqualität nicht direkt beeinflussen. Hierzu zählen u.a. Pavor nocturnus (Nachtangst), Schlafwandeln, nächtliches Reden/Schreien, Albträume, Bettnässen (Enuresis) sowie Bewegungsstörungen im Traumschlaf (REM-Parasomnien). Sie bedürfen einer ausführlichen Anamneseerhebung sowie differenzierten Abklärung im Schlaflabor, um eine gezielte Therapie zu ermöglichen.


Restless-legs-Syndrom | Syndrom der periodischen Beinbewegungen

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, bei der es in Ruhesituationen wie Sitzen oder Liegen zu einem Unruhegefühl der Beine kommt, welches sich durch Bewegung bessern lässt. Dieses Phänomen kann zu Ein- und Durchschlafstörungen führen und sich sogar bis in den Schlaf ziehen, so dass man periodische Beinbewegungen beobachtet.

Diese periodischen Beinbewegungen (periodic limb movement in sleep = PLMS) können auch beim Gesunden im Schlaf auftreten und keinerlei Beschwerden verursachen. Problemtisch wird dies nur, wenn begleitet zu den Beinbewegungen eine Weckreaktion (Arousal) auftritt, so dass hierdurch der Schlaf gestört und die Erholungswirkung herabgesetzt wird. Ursachen hierfür können Mangelerscheinungen wie erniedrigte Vitamin B12-, Folsäure- oder Ferritinspiegel sein. Dann genügt häufig eine entsprechende Substitutionsbehandlung. Sofern sich diesbezüglich keine Auffälligkeiten zeigen, können auch Erkrankungen mit gestörter Nervenleitung die Ursache sein. Sie bedürfen einer neurologischen Abklärung und ggf. entsprechender Behandlung. Auch ein dopaminerger Therapieversuch mit abendlicher Einnahme einer dopaminhaltigen Tablette kann die Symptomatik lindern.


Schlafapnoe

Die Schlafapnoe ist gekennzeichnet durch nächtliche Atemaussetzer, welche zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung und einer konsekutiven Weckreaktion (sog. Arousals) führen. Hierdurch muss der Patient nicht zwangsläufig erwachen, jedoch kommt es zu einer Störung des Schlafprofils mit verminderter Erholungswirkung des Schlafes und damit einer Tagesmüdigkeit bis hin zur Tagesschläfrigkeit und Sekundenschlaf. Diese Symptomatik kann mehr oder weniger ausgeprägt sein. Durch die nächtlichen Abfälle der Sauerstoffsättigung und begleitenden Arousals entsteht eine Art „Stressreaktion“ für den Körper, welche auf lange Sicht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen können. Die Schwere des Befundes wird anhand der Anzahl der Atemaussetzer pro Stunde definiert.

Es werden verschiedene Formen der Schlafapnoe unterschieden. Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es zu einer Engstelle im Rachenbereich, welche dazu führt, dass nicht mehr genug (Hypopnoe) oder gar keine Luft (Apnoe) in die Lunge gelangt, so dass die Sauerstoffsättigung abfällt. Unterbrochen wird dies durch eine Weckreaktion mit gesteigerter Atmung.
Die Diagnosestellung ist komplex und beinhaltet auch die Abklärung anderer Ursachen für eine Hypersomnie (wie u.a. Schlafapnoe, neurologische Grunderkrankungen).


Schlafstörungen

Der Begriff Schlafstörungen umfasst eine Vielzahl von Beeinträchtigungen des Schlafes. Im Rahmen einer Studie des Robert-Koch-Institutes aus dem Jahr 2012 berichten etwa ein Viertel der Bevölkerung über zumindest 3 x wöchentlich bestehende Schlafstörungen (30,8% der Frauen, 22,3% der Frauen).

Eine ausreichende Schlafdauer und Schlafqualität ist für die Lebensqualität jedes Menschen ein wichtiger Faktor. Das Schlafverhalten des Menschen hat sich hat sich über lange Zeiten entwickelt und folgt normalerweise zyklischen Rhythmen. Moderne Entwicklungen der Gesellschaft und Lebensführung (z.B. Arbeiten in Schichtsystemen, Adipositas, Stress, Nebenwirkungen von Medikamenten, Erkrankungen) haben Störungen des Schlafrhythmus zur Folge mit Beeinträchtigungen der Lebensquälität.

Aktuell werden 85 verschiedene Ursachen für einen gestörten Schlaf voneinander abgegrenzt. Bei manchen Störungen des Schlafes liegen die Ursachen auf der Hand (z.B. Reisen über Zeitzonen, Stress, Schmerzen), bei anderen ist eine erweiterte Diagnostik erforderlich (z.B. neurologisch Erkrankungen, hormonelle Störungen).

Eine in der Bevölkerung weit verbreitete Ursache für Schlafstörungen ist z.B. die obstruktive schlafbezogene Atemstörung bzw. Schlafapnoe (abgekürzt auch als OBAS oder OSAS bezeichnet). Hierbei besteht bei leichter Ausprägung in Folge einer leichten Einengung im Nasen-Rachenraum ein Schnarchen. Hiervon sind mit zunehmendem Alter bis zu 50% der Menschen betroffen. Allerdings muss Schnarchen nicht zwangsläufig eine Störung des Schlafes zur Folge haben.

Zunehmende Behinderungen der Atmung im Schlaf durch Einengungen im Nasen-Rachenraum haben einen verminderten Atemfluss zur Folge (Hypopnoen) oder komplette Atempausen (Apnoen) mit entsprechenden Störungen des erholsamen Schlafes. Eine relevante Störung des Schlafes durch eine behandlungsbedürftige obstruktive schlafbezogene Atemstörung/ Schlafapnoe besteht bei etwa 2-4% der Bevölkerung in Deutschland.

Eine weitere häufige Schlafstörung ist eine Unruhe der Beine in der Einschlafphase (sog. Restless-Leg-Syndrom, RLS) oder während des Schlafes (periodische Beinbewegungsstörungen, PLM)



Diagnose und Therapie

Anamnese

Um ein ganzheitliches Bild Ihrer Beschwerden, Vorerkrankungen sowie Begleitmedikationen zu erhalten, ist die Erhebung einer ausführlichen Krankheitsvorgeschichte (Anamnese) unabdingbar.

An den Standorten Warendorf und Münster arbeiten wir mit Patiententablets (Anaboards®).

Diese ermöglichen papierloses Arbeiten und erleichtern Ihnen das mitteilen der benötigten Informationen.
Per Touchscreen klicken Sie sich durch unseren individuell gestalteten Fragenkatalog, sodass wir wichtige Informationen, wie z.B. Raucherstatus, letzte Röntgenuntersuchung, aktuelle Beschwerden, erhalten, die zur genauen Diagnosestellung notwendig sind.
Auch für eine spätere Behandlungstherapie, sind Informationen zu Begleiterkrankungen oder aktueller Medikationseinnahmen sehr wichtig.
Per elektronischer Unterschrift bestätigen Sie Ihre Daten, die dann automatisch, innerhalb von Sekunden in Ihre elektronische Patientenkartei übertragen werden.
Weitere Informationen zu den Tablets finden Sie unter "Diagnose und Therapie: Patiententablets"

                 

 


CPAP-Therapie

Ein etabliertes Therapieverfahren zur Behandlung einer obstruktiven schlafbezogenen Atemstörung / Schlafapnoe ist beispielsweise die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure).

Bei der CPAP-Therapie wird in der Regel über eine Nasenmaske beziehungsweise eine Mund-Nasenmaske mit Hilfe eines kleinen Gerätes ein positiver Luftdruck auf die oberen Atemwege gegeben. Hierdurch wird der Kollaps im hinteren Rachenbereich beziehungsweise das Zurücksinken der Zunge während des Schlafens unterbunden, so dass sowohl das Schnarchen als auch die nächtlichen Atemaussetzer verschwinden.

Diese Therapie ist bei allen Schweregraden einsetzbar und effektiv. Sie wird daher auch als sogenannter „Goldstandard“ der Therapie bezeichnet. Die CPAP-Therapie gilt als das sicherste und effektivste Verfahren zur Behandlung des Schlafapnoesyndroms und wird in der Regel von den Krankenkassen getragen.


Informationen zu Ihrer Nacht im Schlaflabor

Parkmöglichkeiten:
Münster: Sie können kostenlos in unserer Tiefgarage parken. Um in die Tiefgarage zu gelangen, benötigen Sie einen Chip. Dieser wird Ihnen bei Ankunft im Schlaflabor ausgehändigt
Warendorf und Gütersloh: Es stehen ausreichend Parkplätze unmittelbar vor dem Gebäude zur Verfügung

Die Aufnahme im Schlaflabor erfolgt um 21 Uhr.
Am nächsten Morgen können Sie das Schlaflabor, nach Auswertung und ärztlicher Besprechung, um ca. 9 Uhr wieder verlassen.
Sollte Ihre Nacht auf einen Freitag oder Samstag fallen, erfolgt die Entlassung um ca. 6:30 Uhr. (Wir informieren Sie dann telefonisch über die Ergebnisse, sobald die Auswertung abgeschlossen ist.)

Bitte bringen Sie folgendes mit:
Schlafbekleidung / Hygieneartikel / Handtuch / Bettbezug und Bettlaken / ggf. Ihr Schlafgerät inkl. Zubehör

Vor dem Schlafen werden Sensoren zur Erfassung von Atmung, Beinbewegung, Schlaftiefe, Schlafqualität an Kopf, Brust, Beine und Hände angebracht.
Um die Ableitungsqualität der Sensoren zu optimieren sollten fettende Hautcremes, Make-up, Nagellack, Haargel, Haarspray gemieden werden.

Zur Feststellung Ihres Schlafverhaltens werden Videoaufzeichnungen erstellt. Diese werden automatisch nach 6 Wochen gelöscht.

Ihre bestehende Medikation kann natürlich fortgeführt werden.
(Die Einnahme von Schlaftabletten sollte mind. 3 Tage vorher mit dem Arzt besprochen werden)

Bitte beachten Sie das Rauchverbot im gesamten Gebäude.

Sollten Sie den Termin im Schlaflabor nicht wahrnehmen können, so muss dieser 48 Stunden vorher bei uns verbindlich abgesagt werden
(sonst müssen wir Ihnen den Honorarausfall in Rechnung stellen)


Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und eine erholsame Nacht bei uns!

 


Multipler-Schlaflatenztest und -Wachbleibetest

Nach Diagnosestellung und Therapieeinleitung sind bei bestimmten Schlafstörungen Kontrolluntersuchungen im Schlaflabor sinnvoll und messtechnische Untersuchungen zur Einschätzung der Müdigkeit oder der Schläfrigkeit möglich; z.B. mittels eines MTW (Multipler Wachbleibetest) oder MSLT (multipler Schlaflatenztest).

Beispielsweise sind bei Patienten mit Schlafstörungen bei Tätigkeit in Berufen, welche besondere Anforderungen an die Aufmerksamkeit stellen (z.B. Kraftfahrer) regelmäßige Untersuchungen zur Kontrolle des Therapieerfolges im Schlaflabor notwendig.


Operative Verfahren

Bei operativen Verfahren im hinteren Rachenbereich wird meist durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt eine Verkleinerung des weichen Gaumens, des Zungengrundes und des Zäpfchens durchgeführt.

Hierdurch wird mehr Raum im hinteren Rachenbereich geschaffen. Bei einem leichten Schlafapnoe-Syndrom kann diese Methode erfolgreich sein. Bei höhergradigen Befunden wird unsererseits ein operatives Verfahren nicht empfohlen.


Pflege und Reinigung des Therapiegerätes und des Zubehörs

Schlauch + Maske

Wir empfehlen die Reinigung der Maske und des Schlauches 1 x wöchentlich. Bitte verwenden Sie zur Reinigung warmes Wasser und evtl. Neutralseife als Zusatz.

Wichtig ist, dass Sie nur Neutralseife verwenden, da die Duftstoffe von handelsüblichen Seifen Rückstände hinterlassen. Gleiches gilt auch für die Verwendung von Spülmitteln.

Bitte den Schlauch und die Maske nicht in der Spülmaschine reinigen!
Bei den Geräten (Somnosoft +; Somnosmart 2; Somnovent S; Somnovent ST) der Firma Weinmann, befindet sich im Schlauch ein kleiner Innenschlauch, der dem Druckausgleich dient.

In diesen Innenschlauch darf kein Wasser gelangen; deshalb erhalten Sie zwei rote Verschlussstopfen. Vor der Reinigung wird der kleine Innenschlauch mit diesen Stopfen verschlossen. Verwenden Sie diese Stopfen bitte so, wie es Ihnen gezeigt wurde.

Bei den Geräten von anderen Firmen befindet sich im Schlauch kein Innenschlauch; dieser kann ohne Verschließen durchgespült werden. Lassen Sie zur Reinigung einfach das Wasser evtl. mit der Neutralseife in den Schlauch laufen, schwenken Sie ihn mehrmals und hängen Sie ihn anschließend zum trocknen auf. Nachdem der Schlauch getrocknet ist, können Sie die Stopfen aus dem Innenschlauch entfernen( Firma Weinmann). Der Schlauch ist nun wieder gebrauchsfertig. Die Bänderung der Maske kann nach Entfernen der Plastikverschlüsse in der Waschmaschine bei max. 40 Grad gewaschen werden.

Die Filter

Wechseln bzw. Reinigen Sie die Filter bitte 1 x im Monat.
Bei den meisten Therapiegeräten gibt es zwei Filter:
- einen schwarzen Grobstaubfilter, den Sie auswaschen und trocknen lassen können oder den Sie auch nur ausklopfen können, um ihn anschließend wieder einzusetzen
- einen weißen Feinstaubfilter, der komplett ausgewechselt werden muss.

Bei einigen Therapiegeräten gibt es nur einen Filter:
Dieser Filter wird 1 x monatlich komplett ausgewechselt.

Kontrolluntersuchung

Die regelmäßige Kontrolluntersuchung richtet sich nach der jeweiligen Anweisung des Arztes.

Probleme während der Therapie

Sollten Fragen oder Probleme bezüglich der Therapie auftreten, beraten wir Sie gerne!


Polygraphie

Messung von Atemfluss an Mund und Nase, Sauerstoffsättigung, Bauch- und Brustwanbewegung. Diagnostische Messung die in der Regel zuhause durchgeführt wird mit der Fragestellung, ob nächtliche Atemaussetzer vorhanden sind.

Hinweise zur Benutzung des mobilen Schlafgerätes

  • Bitte Vermeiden Sie unmittelbaren Kontakt mit Tierhaare sowie Zigarettenrauch
  • Trinken Sie bitte am Abend der Untersuchung keinen Alkohol und verzichten Sie auf Schlafmedikamente
  • Tragen Sie das Schlafgerät bitte über Ihrer Nachtwäsche. Direkter Hautkontakt sollte nach Möglichkeit vermieden werden
  • Die Geräte schalten sich automatisch An und Aus
  • Nach dem Aufstehen legen Sie das Gerät bitte ab und verstauen Sie es zurück in die dafür vorgesehene Tasche
  • Zur Auswertung geben Sie das Gerät bitte zwischen 8:00 Uhr und 09:30 Uhr in der Praxis ab
  • Wir behalten uns vor 20,00€ Pfand einzubehalten. Diese erhalten Sie nach Rückerhalt des Gerätes zurück
  • Eine Anleitung zum Anlegen des Gerätes liegt dem Gerät bei


Polysomnographie

Nächtliche Messung im Schlaflabor bei dem die Schlaftiefe, der Schlafverlauf und die Schlafqualität gemessen werden kann. Aufzeichnung von verschiedenen Bioparametern wie das Elektrokardiogramm (EKG) Elektromyogramm (EMG) Beinbewegungen der Extremitäten, Atmung usw.


Unterkieferprotrusionsschiene(UPS)

Die CPAP-Therapie ist der Standardbehandlung der obstruktiven Schafapnoe. Durch mehrere Jahrzehnte Erfahrung mit dieser Therapieform weiß man, dass durch sie die Atemaussetzer in der Nacht verhindert werden, die Schlafqualität steigt und sich so das Risiko für Herzkreislauferkrankungen (wie Herzinfarkte und Schlaganfälle) normalisiert. Dennoch gibt es immer Patienten, die diese Positivdrucktherapie nicht tolerieren oder als unkomfortabel empfinden. Für sie könnten Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) eine Alternative darstellen. Hierbei handelt es sich um eine Art „Zahnspange“, welche zur Nacht eingesetzt wird. Sie umfasst sowohl den Ober- als auch den Unterkiefer und verlagert diesen nach vorne, so dass das Zusammenfallen der Halsweichteile verhindert wird. Atemaussetzer können so nicht mehr auftreten.

Zu beachten ist jedoch, dass die UPS nur unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz kommen kann. Zum einen muss eine sogenannte „obstruktive Schlafapnoe“ vorliegen, das heißt, dass die Atemaussetzer durch das Zusammenfallen der Halsweichteile im Schlaf bedingt sind. Bei einer „zentralen Schlafapnoe“, wo in der Nacht kein Atemsignal durch das Atemzentrum im Gehirn gesendet wird, kommen sie nicht in Frage. Zudem darf der Befund der obstruktiven Atemaussetzer nicht schwergradig sein (Apnoe-Hypopnoe-Index <30/Stunde) und das Verhältnis von Körpergröße zu Gewicht, der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) sollte 30 kg/m² nicht überschreiten.

Beachtet man diese Voraussetzungen, so sollte zunächst ein schlafmedizinisch ausgebildeter Zahnarzt konsultiert werden, um zu entscheiden, ob der Kiefer die Voraussetzungen für eine Anpassung erfüllt. Ist auch dies gegeben, so kann eine individuelle Schienenanfertigung erfolgen. Im Rahmen einer polysomnographischen Kontrolle im Schlaflabor kann dann der Therapieerfolg dokumentiert werden. Da diese Therapie im Verhältnis zur CPAP-Therapie relativ neu ist und nicht viele Langzeitstudien existieren, übernehmen nicht alle Krankenkassen die Kosten für die UPS. Kommt diese Therapie in Frage, so sollte vorab mit der Krankenkasse die Kostenübernahme geklärt werden. Andernfalls sind die Kosten durch den Patienten selbst zu tragen.

In unseren Schlaflaboren beraten wir Sie gerne zu diesem Thema.


Zungenschrittmacher

Seit vielen Jahren ist der Zungenschrittmacher eine etablierte Therapie-Alternative der obstruktiven Schlafapnoe und hat in zahlreichen Studien seine Wirksamkeit belegt. Insbesondere bei Versagen bzw. Intoleranz gegenüber der CPAP-Maske, kann so eine suffiziente Behandlung der Patienten gewährleistet werden.

Das Inspire System besteht aus einem Atemsensor und einer Stimulationselektrode, die von einem kleinen Generator betrieben werden. Das in einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus eingesetzte System misst kontinuierlich den Atemrhythmus des Patienten im Schlaf. Durch die sanfte Stimulation bestimmter Muskeln werden die Zunge und andere Strukturen bewegt, um die Atemwege offen zu halten während Sie schlafen. Mit einer kleinen Fernbedienung wird das Inspire System einfach vor dem Zubettgehen eingeschaltet und am Morgen, nach dem Erwachen, wieder ausgeschaltet.





IGeL

Gutachten, Gesundheitsbescheinigungen, Atteste

Gutachten

Zum Beispiel für:

►Anwälte
►Reiserücktrittsversicherungen
►Berufsgenossenschaften
►Sozialgerichte
►Rentenversicherungen
   (inkl. Minderung der Erwerbstätigkeit MdE und Grad der Behinderung GdB)



● Gesundheitsbescheinigungen

Zum Beispiel für:

►Kindergärten, Schulen, Arbeitgeber
►Botschaften und Auslandsaufenthalte
►Flugtauglichkeitsbescheinigung
►Fahrtauglichkeitsbescheinigung


● Widersprüche

Zum Beispiel für:

►Versorgungsämter
►Kuren


● Sporttauglichkeitsatteste / Tauchtauglichkeitsatteste







Pupillographie (kurz: PUI)

Bei der PUI werden die spontanen, unwillkürlichen Pupillenbewegungen aufgezeichnet, welche eine objektive Beurteilung der Tagesschläfrigkeit ermöglichen.

Bei der Messung wird ohne direkten Augenkontakt mit Hilfe einer Kamerabrille die Größe der Pupille bei Dunkelheit vermessen. Bei starker Müdigkeit schwankt die Pupillengröße über einige Minuten sehr, so dass sich hieraus ein Index ergibt, welcher ein Maß für die Schläfrigkeit darstellt.

Insbesondere bei Schlafstörungen wie schlafbezogenen Atmungsstörungen (wie z.B. obstruktive Schlafapnoe, zentrale Schlafapnoe) ist die Erholungswirkung des Schlafes gestört. Neben einer optimalen Therapieeinstellung der schlafbezogenen Atmungsstörung, sollte bei diesen Erkrankungen auch eine ausreichende Wachheit am Tage bestehen. Nach der aktuellen Fahrerlaubnisverordnung muss insbesondere bei einer beruflichen Fahrtätigkeit eine ausreichende Wachheit (Vigilanz) nachgewiesen werden, wobei die PUI als ein Baustein der Diagnostik als Maß der zentralnervösen tonischen Aktivierung eingesetzt werden kann.



Ärzteteam

Herr Dr. med. Matthias Waltert


Dr. med. Matthias Waltert

Facharzt für Innere Medizin │ Pneumologie Allergologie │Schlafmedizin │ Geschäftsführer Prüfarzt klinischer Studien

 



Lebenslauf
24.01.1963
geboren in Meppen
1983
Allgemeine Hochschulreife


Beruflicher Werdegang
1983 - 1984
Studium der Psychologie an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster
1984 - 1985
Zivildienst als Rettungssanitäter bei DRK-Meppen
1985 - 1986
Studium der Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
1986 - 1993
Studium der Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster
1989 - 1989
Experimenteller Abschnitt der Promotion (Untersuchung über den Einfluss von Prolaktin auf den Thrombozytenturnover von Serotonin (in virto Studie) Neurologische Klinik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
1993 - 1995
Arzt im Praktikum am Maria-Josef-Hospital, Greven
1995 - 2000
Assistenzarzt am Evangelischen Krankenhaus Schwerte
2000 - 2000
Assistenzarzt an der Thoraxklinik Heidelberg
2001 - 2003
Assistenzarzt an der Lungenklinik Hemer
2004
Niederlassung als Arzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin in Warendorf
2006
Eröffnung des Schlaflabores Warendorf
2008
Niederlassung als Arzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin in Münster, Eröffnung des Schlaflabores
2012
Niederlassung als Arzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin in Ahlen
2012
Gründung der ZMS GmbH - Zentrum für medizinische Studien in Warendorf, Münster und Ahlen
2015
Zusammenschluss zur überörtlichen Gemeinschaftspraxis mit der peumologischen Praxis Dr. med. Werner Gams in Gütersloh
2015
Gründung des Schlaflabores am Städtischen Klinikum in Gütersloh
2016
Gründung des MVZ - Medizinisches Versorgungszentrum Dres.med. M. Grothoff / M. Offermann (Innere Medizin u. Gastroenterologie) in Ahlen
2016
Gründung der SMZ GmbH - Schlafmedizinisches Zentrum in Münster (ehemals Privatklinik)
2016
Zusammenschluss zur überörtlichen fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis mit der gastroenterologischen Praxis Dr. med. Pauline Gams in Gütersloh


Qualifikationen
1999
Facharzt für Innere Medizin
2000
Qualitätsnachweis Somnologie der deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM)
2003
Facharzt für Pneumologie
2003
Facharzt für Allergologie
2005
Facharzt für Schlafmedizin
2010
GCP-Schulung für Prüfärzte
2014
ICH-GCP- Refresher Kurs
2016
ICH-GCP- Refresher Kurs
2017
ICH-GCP-Refresher Kurs u. Basisschulung (Klinische Prüfungen mit Medizinprodukten)


Mitgliedschaften
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)

Herr Dr. med. Albert Esselmann


Dr. med. Albert Esselmann

Facharzt für Innere Medizin │Pneumologie
Allergologie │ Schlafmedizin
verkehrsmedizinische Begutachtung │ Geschäftsführer│ Prüfarzt klinischer Studien

 



Lebenslauf
08.1967
geboren in Alfhausen
1987
Allgemeine Hochschulreife
1987 - 1988
Ableistung des Grundwehrdienstes


Beruflicher Werdegang
1988 - 1994
Studium der Humanmedizin an der Universität – GHS Essen
1994 - 2000
Assistenzarzt (Innere Medizin), St. Elisabeth – Krhs. Oberhausen
1996
Dissertation an der Universitätsklinik – GHS Essen ( "Technische Messung und klinische Erprobung einer offenen Infrarot-Wärmeeinheit bei Frühgeborenen mit einem Gewicht zwischen 1500–2000g")
1997 - 1998
Berufsbegleitendes Zusatzstudium an der Fachhochschule Hannover: "Management im Gesundheitswesen – grundlegende Kenntnisse und Prinzipien" Abschluss: Hospital Management Advisor (HMA)
2000 - 2001
Assistenzarzt (Kardiologie/Pneumologie/Nephrologie), Medizinische Klinik II, Klinikum Lippe-Detmold
2002 - 2004
Assistenzarzt der Klinik für Pneumologie Lungenklinik Hemer Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie
2004 - 2008
Oberarzt der Abteilung für Pneumologie Lungenklinik Hemer Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie
2008 - 2011
Eintritt als Praxispartner (job-sharing) Gemeinschaftspraxis Dres A. Globig, U. Grandjot, A. Esselmann (Innere Medizin, Pneumologie, Umweltmedizin, Allergologie, Schlafmedizin)
2008 - 2011
Ltd. Bereichsarzt Pneumologie/Med. Klinik I, Klinikum Lünen St. Marienhospital
seit 2011
Eintritt als Praxispartner Gemeinschaftspraxis Dres M. Waltert, A. Esselmann (Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin) in Warendorf,Münster und Ahlen
2012
Gründung der ZMS GmbH- Zentrum für medizinische Studien in Warendorf, Münster und Ahlen
2015
Zusammenschluss zur überörtlichen Gemeinschaftspraxis mit der pneumologischen Praxis Dr. med. Werner Gams in Gütersloh
2015
Gründung des Schlaflabores am Städtischen Klinikum in Gütersloh
2016
Gründung des MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum Dres. med. M. Grothoff / M. Offermann (Innere Medizin u. Gastroenterologie) in Ahlen
2016
Gründung der SMZ GmbH- Schlafmedizinisches Zentrum in Münster (ehemals Privatklinik)
2016
Zusammenschluss zur überörtlichen, fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis mit der gastroenterologischen Praxis Dr. med. Pauline Gams in Gütersloh


Qualifikationen
2001
Facharzt für Innere Medizin
2003
Facharzt für Pneumologie
2007
Zusatz-Weiterbildung Allergologie
2008
Zusatz-Weiterbildung Schlafmedizin
2011
GCP Training für Prüfärzte in klinischen Studien
2014
ICH-GCP-Refresher Kurs
2016
ICH-GCP-Refresher Kurs
2017
ICH-GCP-Refresher Kurs u. Basisschulung (Klinische Prüfungen mit Medizinprodukten)


Mitgliedschaften
PVF- Pneumologische Versorgungsforschung e.V.
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.

Frau  Claudia Hövelmann


Claudia Hövelmann

Fachärztin für Innere Medizin
Pneumologie│Schlafmedizin

 

an den Standorten Münster, Ahlen, Warendorf

Frau Dr. med. Helga Nolzen


Dr. med. Helga Nolzen

Fachärztin für Innere Medizin
Pneumologie │ Schlafmedizin │Allergologie
Prüfärztin klinischer Studien

 



Lebenslauf
05.01.1964
geboren in Oberaden
1983
Allgemeine Hochschulreife


Beruflicher Werdegang
1983 - 1984
Studium der Lebensmittelchemie an der Gesamthochschule in Wuppertal
1984 - 1990
Studium der Medizin an der WWU Münster
1990 - 1992
Ärztin im Praktikum in der Inneren Medizin, Kreiskrankenhaus Herford
1992 - 1992
Assistenzärztin Innere Medizin, Kreiskrankenhaus Herford
1995
Promotion in Münster; Thema: Mutationsanalyse im Polyposis coli Gen
1993 - 2002
Assistenzärztin Innere Medizin Lünen-Brambauer
2002 - 2010
Assistenzärztin Lungenklinik Hemer
2010 - heute
Poolärztin im hausärztlichen Notdienst
2010 - 2013
Weiterbildungsassistentin der Allergologie
2014 - 2015
Hausärztlich tätige Internistin in einer Praxisgemeinschaft
2015 - 2016
Oberärztin in der Pneumologie, Klinikum Vest
seit 05.2016
angestellte Ärztin in der überörtlichen, fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis Dres. Waltert / Esselmann
seit 2017
Prüfärztin klinischer Studien im Zentrum für medizinische Studien (ZMS GmbH)


Qualifikationen
1998
Facharzt für Innere Medizin
2004
Schwerpunktbezeichnung Pneumologie in Verbindung mit der Gebietsbezeichnung Innere Medizin
2007
Zusatzbezeichnung Schlafmedizin
2014
Zusatzbezeichnung Allergologie
2014
Grundlagenkurs für Prüfer in klinischen Studien
2015
ICH-GCP Training
2017
Refresher GCP Prüfarztschulung


Mitgliedschaften
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
Berufsverband Deutscher Internisten e.V.

Herr Dr. med. Werner Gams


Dr. med. Werner Gams

Facharzt für Innere Medizin
Pneumologie│Allergologie
Umweltmedizin│Schlafmedizin

 

am Standort Gütersloh