Innere Medizin | Gastroenterologie

Wir kümmern uns um Ihr Magen - Darmsystem

(an den Standorten Ahlen und Gütersloh)

Krankheitsbilder

Colitis indeterminata

Diese Diagnose wird nach Darmspiegelung gestellt, wenn nicht eindeutig zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn unterschieden werden kann.
10% aller chronisch entzündlichen Darmerkrankungen werden so definiert.

 


Colitis ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine CED ohne Ursache. Die Ausprägung ist unterschiedlich.Typische Symptome sind schleimig, blutige Durchfälle mit erhöhter Stuhfrequenz und ausschließlichem Befall des Dickdarms.
Es sind nur die oberflächlichen Darmschichten und vorwiegend jungen Menschen betroffen. Symptome sind vorwiegend akute und plötzliche Durchfälle mit Kopf-und Bauchschmerzen. Die Diagnose erfolgt mittels Stuhlproben.

Die Therapie beinhaltet lediglich einen Flüssigkeitszufuhr-und Mineralstoffausgleich.

 


Divertikulose

Die Divertikulose bezeichnetVeränderungen der Dickdarmwand mit Bildung kleiner Ausstülpungen. Sie kommen häufig vor, sind symptomfrei und nicht therapiebedürftig.


Divertikulitis

 

Die Divertikulitis ist eine Entzündung von Divertikeln mit Schmerzen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung.
Zu 95% im linken Unterbauch als Sigmadivertikulitis auftretend. Bei unter 40 jährigen selten auftretend.

 


Mikroskopische Colitis

Die Mikroskopische Colitis ist eine entzündliche Erkrankung des Dickdarms, die typischerweise bei der Darmspiegelung unauffällig erscheint.
Die Gewebeproben jedoch krankhaft entzündet sind.
Man unterscheidet eine Kollagene Colitis von einer lymphozytäre Colitis.

 


Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die erstmals 1930 von Dr.Crohn beschrieben wurde und kann sich äußern in 5-20 Durchfälletäglich bis zu 6 Wochen, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Auffälliigkeiten an Gelenken etc.
Sie kann von Mund bis After Entzündungen auslösen.
Da alle Gewebsschichten betroffen sind besteht die Gefahr von Abszessen.

Risikofaktoren sind u.aRauchen,Alter,Vererbung,Nord-Süd Gefälle sowie die Ernährung.

 


Norovirus Infektion

50% der akuten Magen-Darmentzündungen, die nicht bakteriell bedingt sind, werden durch Noroviren ausgelöst.
Stuhl und Erbrochenes sind Infektionsquellen.
Symptome sind Brechdurchfall, Bauch-und Kopfschmerzen, welche ca 1-3 Tage anhalten können.

Es besteht die Gefahr einer schnellen Ausbreitung.
Die Diagnose erfolgt mittels Stuhluntersuchung.
Es erfolgt eine mind.48h Isolierung nach Abklingen der Beschwerden. (Krankenhaus,Pflegeeinrichtung)
Die Therapie erfolgt symptomatisch.

 


Reizdarmsyndrom

Das RDS zählt zu den funktionellen Darmerkrankungen.7-25% d. westl.Welt sind betroffen. Typisch für das RDS ist, daß keine biochemischen oder strukturellen Ursachen zu finden sind. Die Symptome sind mit anderen Darmerkrankungen verwechselbar.
Das RDS ist jedoch eher ungefährlich und wird in zwei Kategorien unterteilt.Zum einen das RDS mit vorwiegend Durchfall und zum anderen das RDS mit Verstopfung. Die Therapie erfolgt symptomatisch.

 


Salmonelleninfektion

Die Salmonelleninfektion ist eine bakterielle Entzündung, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt aber auch durch Lebensmittel übertragen werden kann.
Rohe Eier und Fleisch sind Hauptverursacher.
Die Therapie erfolgt symptomatisch.

 



Diagnose und Therapie

Abdomen Sonographie

Die Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane (Abdomensonographie) ist eine bildgebende Röntgenstrahlen-freie Darstellung der Bauchorgane. Mit dieser Untersuchung lässt sich einfach und völlig schmerzlos die Strukturen verschiedener Organe und Körperregion Untersuchungen.

Dieses Untersuchungsverfahren wird angewandt zur Abklärung von Mittel- und Unterbauchbeschwerden.

Folgende Organe können mittels Ultraschalltechnik gut dargestellt und beurteilt werden:

  • Leber: Zum Beispiel Fettleber oder Gallenblasenzysten
  • Gallenblase: Zum Beispiel Gallenblasensteine, Gallenblasenpolypen
  • Nieren: Zum Beispiel Nierensteine, Harnstauung, Zystennieren
  • Bauchspeicheldrüse: Zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchspeicheldrüsensteine
  • Milz: Zum Beispiel Milzvergrößerung
  • Aorta (große Bauchschlagader): Zum Beispiel Vergrößerung der Aorta (Bauchaortenaneurysma)

Da Luftanreicherung im Bauchraum bei der Auswertung der Untersuchung störend sein kann, wäre es von Vorteil, wenn der Patient bei der Untersuchung nüchtern ist. Grundvoraussetzung ist dieses allerdings nicht.


Allgemeines zur Darmspiegelung

Bei den Darmspiegelungen gibt es verschiedene Möglichkeiten unterschiedliche Teilabschnitte des Darmes zu untersuchen. Je nachdem welcher Darmabschnitt, oder ob der gesamte Darm untersucht wird, werden die Untersuchungen unterschiedlich bezeichnet. Wird lediglich der Mastdarm (Rektum) untersucht, so bezeichnet man es als Rektoskopie. Wird der Untersuchungs-Schlauch bis in den s-förmigen Bereich des Dickdarmes vorgeschoben wird es als Sigmoidoskopie (auch Rektosigmoidoskopie) benannt. Die Untersuchung des kompletten Dickdarmes wird als Koloskopie bezeichnet.


chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Zur schnellen Diagnosefindung sind folgende Schritte sinnvoll:

  • ärztliches Gespräch mit einer körperlichen Untersuchung
  • Ultraschall
  • (End)darmspiegelung, Magenspiegelung
  • MRT des Dünndarms
  • Röntgen -Endosonographie

 


Gastroskopie / Gastro-Duodenoskopie

Bei einer Magenspiegelung (Gastroskopie, oder auch Ösophago-Gastroskopie) wird das Schlauchsystem, an dessen Ende sich eine Micro Kamera befindet, in den Magen eingeführt. Bei der Durchführung einer Ösophago-Gastro-Duodenoskopie wird der Schlauch sogar bis in den ersten Abschnitt des Dünndarmes vorgeschoben.

Diese Untersuchungsverfahren werden häufig zur Abklärung bei Sodbrennen und unklaren Oberbauchbeschwerden durchgeführt und kann mit oder ohne Betäubung (“Schlafspritze") durchgeführt werden. Der Nachteil der "Schlafspritze" ist allerdings eine Einschränkung der Verkehrstauglichkeit bis zum nächsten frühen Morgen (ca. 4 Uhr). Demnach darf der Patient nach der Untersuchung nicht aktiv am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen und muss ggf. abgeholt werden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln abreisen.

Die Gastroskopie kann nur nüchtern durchgeführt werden, das bedeutet, dass nicht gefrühstückt werden darf.

Die Untersuchung wird von erfahrenen Ärzten durchgeführt, dennoch kann es im schlimmsten Fall zu Komplikationen wie Verletzungen im Bereich des Magens oder der Speiseröhre kommen sowie zu Herz-Kreislaufreaktionen oder Beeinträchtigung der Atmung. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch wird Ihnen alles noch einmal erneut ausführlich erläutert und Sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen.


Koloskopie

Bei einer Dickdarmspiegelung (Koloskopie) wird ein Schlauchsystem, an dessen Ende sich eine Micro Kamera befindet, in den Darm eingeführt. Bei dieser Untersuchung wird der gesamte Bereich des Dickdarms untersucht.
Bösartige Tumore, Darmpolypen, Entzündungen oder Blutungen sowie Verlaufskontrollen bei chronischen Darm-Erkrankungen, können so einfach überwacht und diagnostiziert werden. Wenn nötig können während der Untersuchung Proben entnommen werden.

Grundvoraussetzung für diese Untersuchung ist die komplette Stuhlfreiheit des Dickdarmes um alle Teilbereiche einsehen zu können. Für diese Zwecke erhält der Patient eine Trinklösung, welche er am Tag vor der Untersuchung trinken und somit den Darm "leerspülen" muss.
In den meisten Fällen wird diese Untersuchung ambulant durchgeführt.
Dem Patienten wird ein leichtes Schlafmittel über die Vene gespritzt, damit er von der Untersuchung nicht (oder nur sehr wenig) spürt.
Eine richtige Vollnarkose (inklusive Beatmung) ist hierfür nicht notwendig. Nach Erhalt der Betäubung ist allerdings eine Einschränkung der Verkehrstauglichkeit bis zum nächsten frühen Morgen (ca. 4 Uhr) gegeben. Demnach darf der Patient nach der Untersuchung nicht aktiv am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen und muss ggf. abgeholt werden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln abreisen.

Die Untersuchung wird von erfahrenen Ärzten durchgeführt, dennoch kann es im schlimmsten Fall zu Komplikationen wie Verletzungen im Bereich des Darmes oder der benachbarten Strukturen sowie zu Herz-Kreislaufreaktionen oder Beeinträchtigung der Atmung kommen. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch wird Ihnen alles noch mal erneut ausführlich erläutert und Sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen.


Rektoskopie / Rektosigmoidoskopie

Bei einer Enddarmspiegelung (Rektoskopie) wird ein Schlauchsystem, an dessen Ende sich eine Micro Kamera befindet, ähnlich wie bei einer Dickdarmspiegelung, in den Darm eingeführt. Bei dieser Untersuchung wird allerdings nur der Enddarmbereich (Rektoskopie) bzw. der Enddarmbereich inklusive der S-förmigen Krümmung des Darmes (Rektosigmoidoskopie) des Dickdarms untersucht.
Bösartige Tumore, Darmpolypen, Entzündungen oder Blutungen sowie Verlaufskontrollen bei chronischen Darm-Erkrankungen, können so einfach überwacht und diagnostiziert werden. Wenn nötig können während der Untersuchung Proben entnommen werden. Grundvoraussetzung für diese Untersuchung ist die komplette Stuhlfreiheit des untersuchten Darmabschnittes um alle Teilbereiche einsehen zu können. Für diese Zwecke erhält der Patient Medikamente zur Entleerung des Enddarmes. In den meisten Fällen wird diese Untersuchung ambulant durchgeführt. Die Untersuchung wird von erfahrenen Ärzten durchgeführt, dennoch kann es im schlimmsten Fall zu Komplikationen wie Verletzungen im Bereich des Darmes oder der benachbarten Strukturen sowie zu Herz-Kreislaufreaktionen oder Beeinträchtigung der Atmung kommen. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch wird Ihnen alles noch mal erneut ausführlich erläutert und Sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen.


Stuhltransplantation

Dabei wird im Labor aufbereiteter Stuhl eines Spenders in den Darm eines Empfängers gebracht.
Diese Maßnahme erfolgt hierzulande nur bei Schädigung der Darmflora durch Clostridium difficile.

Es gibt Studienergebnisse, die positive Ergebnisse bei Colitis ulcerosa zeigen. Als potentielle Anwendungsgebiete kommen in Frage:

  • Morbus Crohn
  • Kollagene,lympozytäre Colitis
  • Reizdarmsyndrom
  • Glutenunverträglichkeit
  • Adipositas
  • Multiple Sklerose
  • Allergien
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom

 



Ärzteteam

Frau Dr. med. Pauline Gams


Dr. med. Pauline Gams

Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie (Gütersloh)

 
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Herr Dr. med. Michael Offermann


Dr. med. Michael Offermann

Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie (Ahlen)

 
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Herr Dr. med. Martin Grothoff


Dr. med. Martin Grothoff

Facharzt für Innere Medizin (Ahlen)

 
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